Da kam wieder der Janzen voll durch – Mäusken hätte zwischendurch häufiger die Bemerkung gemacht: „Was ich immer sage, aus dem Auge, aus dem Sinn –
deine Sache.“
Wir haben oft darüber diskutiert und ich habe Jahrzehnte und schmerzhafte Selbstreflexionen gebraucht, um ihr zu glauben. Leider hat sie nur noch eine oder zwei Wochen davon was gehabt.

Aber eigentlich wollte ich doch was anderes erzählen. *stirnklatsch*
Also, der Janzen kam wieder durch – ich habe weder zur Advents-, noch zur Weihnachtszeit, noch zu Neujahr, selbst zu Ostern, meinem Lieblingsfest, keinen Kontakt aufgenommen, keine Karte (obwohl ich so schöne hatte), kein Telefonat.

Wie so oft in der Vergangenheit, schob ich es vor mich her – ach, nächste Woche, ach, Anfang nächsten Monats – ich versuchte mich vor der Entscheidung zu drücken. So wie ich es gewohnt war, so wie es so oft funktioniert hat – du kennst dich damit aus, es funkioniert.

Lassen wir die Gedanken zur Ruhe kommen.
Ganz so leicht ist das nicht.
Das Bild drei meiner ersten Gefühlswelten in Wasser zeigt auf,
wie das ganze für mich war.

Ich schreibe auf die Rückseite des Bildes immer die Gedanken, die mir nach der Fertigstellung im Kopf herumschwirrten.

Wege des Lebens.

Zuerst kam ein leichtes Grün.
Der zarte Beginn des Lebens.
Viele schmale Wege, grün wie die Hoffnung.
Der Verlauf nicht von einem selbst vorgegeben;
Zufall ? Plan ? Fügung?

Dann kommt die Jugend mit ihrem Licht.
Das Gelb bringt viele neue Wege,
aber auch die grünen werden gelb verfolgt.

Dann eine dritte Schicht, das Rot.
Das Rot der Liebe, aber auch das Rot der Anstrengung.
Das Rot nimmt oft die Wege
des jungen Grün und des suchenden Gelb,
aber da, wo nur die alten Wege beschritten werden,
werden die Wege dunkler, düsterer, unschöner.
Aber das Rot geht auch eigene Wege,
im Bild gen Himmel aber auch
zum bodenständigen Unten.

Gehe deinen Weg!

So wurde es Mai –
Pfingsten und Gabis nachträgliche Geburtstagsfeier standen auf dem Programm.

D-Ticket buchen
(Fiesta ist Vergangenheit, Flow zu langsam für die Strecke)
Mich telefonisch wieder melden –
entschuldigen –
mich anmelden.
Hotel für die erste Nacht buchen
im Adler geht das.

Vorfreude auf ein interessantes Pfingstfest.

Derweil: Christi Himmelfahrt –
von Geisig zur Käsmühl laufen (Fuß testen)
Gottesdienst – stimmungsvoll und mit viel Stimmung *grins*
gegrillte Forelle(n) essen, mit Bratkartoffeln *hmmm*
etwas den Mühlbach erkunden
fotografieren.
Scheee war’s –
ab nach Hause – Fuß / Bein hochlegen.

Hier ein paar Impressionen von Christi Himmelfahrt:

… von der Käsmühl zurück.
Start an meinem Lieblingsparkplatz in Geisig – und Flow ist auch mit drauf *smile*
Ahhh, und da sind schon die Zelte bei der Käsmühl.

Jedes Jahr zu Christi Himmelfahrt wird an der Käsmühl bei Geisig ein Fest gefeiert. Es beginnt mit einem Gottesdienst (nee, eigentlich mit dem Aufbau gaaanz früh morgens) und danach sind dann auch schon die Leckereien vom Grill bzw. aus der Brat(kartoffel)pfanne und der Friteuse für die ersten Schleckermäuler bereit. Getränke gibts natürlich auch, alkohol-ische oder -freie.

Die Küsterfamilie voll im Einsatz und Silke, unsere Pfarrerin, ist auch auf dem Weg.
(Und von links duftet es schon verführerisch.)
Silke und Ursula bei ihrer Vorbereitung für den Gottesdienst.
(Ein tolles Gespann, das uns immer wieder erfreut.)

Ohne die ausdauernde Arbeit der Küster(familien) wäre die Arbeit für den Gottesdienst nicht zu bewältigen. Ich denke, jeder Pfarrer – und auch die -innnen, ist / sind (nää, sowatt mach ich getz nichmär, da kannze dich ja die Fingers wundschreiben *kopfschüttel*) … Ich denke, jede Pfarrperson (so geht es – abber nich für meine Öhrskes) ist froh, wenn die Küsterstelle so toll besetzt ist (wie in unserer Gemeinde – Teilgemeinde – Orts… – oh ja, neue Kirchenorganisation = Lehr(n)bedarf).
Ist doch eigentlich nicht Inhalt dieses Blogs – da muss ich später noch mal ran!

Käsmühl bedeutet, ich kann auch nach dem Gottesdienst am gleichen Platz lecker essen.
Danach noch einen Spaziergang am Mühlbach
und dann ab nach Hause.

Auf meinem Rückweg bin ich noch ganz vielen Menschen begegnet, die die Gelegenheit genutzt haben, eine schöne Wanderung oder auch nur einen Spaziergang (so man en Gaaser is) zur Käsmühl zu machen – es lohnt sich.
Vielleicht sehen wir uns im nächten Jahr bei diesem tollen Event
(ich mußte das Wort mal wieder (im Zusammenhang mit Gottesdienst) nutzen. 😉

Spät am Abend – oder war es schon Nacht- klingt es nach einem (?) Glas Rotwein dann so.

Ich bin gut im Ablenken *ganzrotwerd*,
aber ein Happyend gibt es (noch) nicht.

Famielenbande ist das Thema.

Nach diesem tollen Tag geht es eine Woche später mit dem Zug nach Haßmersheim, zur Geburtstagsfeier von Gabi.
— … soll es eine Woche später … —


Dienstag Nachmittag schnell noch zur (neuen) Hausärztin,
ich will ja achtsam sein.
16 Uhr dort –
16:45 telefoniert sie mit dem Krankenhaus –
18:00 bin ich in der Notaufnahem im Kemperhof in Koblenz
(Nadja, meine Vermieterin, hat sich gleich angeboten,
mich nach Koblenz zu fahren – toll, wenn man solche Unterstützung hat.)
23:30 ich bin froh, nichts lebensbedrohendes, also ab nach Hause
Nadja hat Nachtdienst, deshalb ein Taxi – geht schnell –
0:15 ich bin daheim (90 € – das kann sich so mancher nicht leisten, aber Busse und Bahnen sind erst ab ca. 5 Uhr wieder bereit)
Nichts lebensbedrohliches, aber es muss abgeklärt werden, was die Ursache ist.
Morgen wieder zur Hausärztin.
Ich soll Termine bei den Fachärzten machen.
Neuen Termin bei ihr für Dienstag nach Pfingsten gemacht.
Am Vormittag Moni informiert, dass ich nicht zur Feier kommen kann.
Am Dienstag gegen Mittag wieder bei der Ärztin.
Termin für eine Einweisung in die Klinik (zur Abklärung) –
geht gleich morgen.
Morgens nach Nastätten zur Klinik –
Nadja fährt mich schon wieder.
Am ersten Tag werden viele Untersuchungen gemacht,
am zweiten Tag morgens gleich Kardiologie
(beim Facharzt hätte ich einen Termin für Juni/Juli 2027 (!) bekommen).
Warten auf Ergebnisse – es wird Abend.
Plötzlich kommt die Nachtschwester:
„Sie können nach Hause. Es ist kein Eingriff oder klinische Versorgung nötig.“
20:30 – kein Bus fährt mehr –
Dank an die Mannschaft in Nastätten, ich bekam einen Transportschein für das Taxi. So mußte ich nur 10 % des Fahrpreises selbst zahlen – 6 € – günstiger als der Bus – aber ich habe ja ein D-Ticket (s. o. *grins*).

Das war es also mit „Familienbande – consolidate“,
aber am 26. ist der nächste Versuch möglich.
Ich habe ja noch das D-Ticket!

Dann kommt der Beitag „Familienbande – consolidate – final“


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