Der Betrag sollte ja eigentlich
Familienbande – consolidated – final
benannt sein, aber …

am Abreisemorgen . halb sieben – alle Fenster auf – Nachtkühle hereinlassen – leise spielen (Nachbarn 😉

Grund:
Meine Schwester feiert Geburtstag! 88!
Ich habe mich angemeldet!
… aber manchmal kommt es …

Terminplanung:
26.: Geburtstag
26.: Blutspenden (ich habe Null negativ!)
26.: Zugfahrt nach Haßmersheim
27.: Geburtstagsfeier
28. oder 29.: Rückfahrt mit dem Zug

Wie immer kommt es anders, als man denkt:
’ne Woche vorher mal anrufen!
Ups – gefeiert wird nicht (wie üblich) am Samstag, sondern schon am Freitag!
Wenn ich mit dem Zug fahre, bin ich gegen 22 Uhr in Haßmersheim –
da ist die Feier lange zu Ende und meine Schwester schläft schon wieder.

Planänderung:
wenn ich gleich nach der Blutspende mit dem Auto dorthin fahre,
dann bin ich schon um sechs oder sieben dort –
wenigstens noch zur Feier, dann Samstag oder Sonntag zurück.

Aktion:
nein, nicht dem Flow, also Wagen mieten
geht total easy beim ADAC – kann ich voll empfehlen
Donnerstag abholen, Sonntag wieder abgeben

Planänderung 2:
die Hitzewelle – ja, schon im Juni – hält weiter an
bei weit, weit über 30° und das seit zwei Wochen (!) ist Blutspenden allein schon problematisch,
aber gleich danach noch mit dem Auto 3 Stunden Autobahn?
Also, mein Blut wird schon sehr gebraucht
(im Sommer wird weniger gespendet und Null negativ ist sauwichtig),
aber meine Schwester ist soweit, dass wir uns jedesmal verabschieden,
als gäbe es vielleicht kein nächstes Mal.

Entscheidung
(hat gar nicht so lange gedauert und so weh getan, wie ich befürchtet hatte):
Familienbande hat gewonnen!

Ohne Blutspenden hätte ich auch morgens mit dem Zug fahren können, aber ich wollte nicht schon wieder so kurzfristig die Wagenmiete absagen, also:

es ist heiß – mach langsam

Also am Donnerstag mit Bus und Bahn nach Koblenz.
Hab ja noch das D-Ticket (63 €) und hole jetzt den Wagen ab (kostet 287 €).
Es ist jetzt am Morgen schon seeehr warm.
Noch ein kleiner Fußweg und ich kann den Wagen abholen
(schönes Auto, VW Golf, sehr gute Klimaanlage – jetzt besonders wichtig).
Noch ein paar Nebenstraßen fahren, damit das Fahrgefühl und die Bedienung paßt.
Auf dem Weg nach Hause noch Station in Nassau und dem Hospiz gemacht, ein paar Sachen einpacken (na, für zwei/drei Tage, da reicht ja fast ein Schuhkarton *grins*) und – die Geschenke für meine Schwester und (nachträglich) für meine Schwippnichte vorbereiten.

… jetzt mal los – aber keine Hektik

Da die Feier um eins beginnen soll, will ich gegen zehn losfahren – irgendwo ist Ferienanfang – hoffentlich keine Megastaus.
Zu Beginn erst mal zum Blumenladen – zwei Sträußchen –
und dann ab über die Bäderstraße (B260) nach Wiesbaden zur Autobahn.
Schönes Auto, gute Klimaanlage, doofes Navi:
das integrierte Navi kannte leider die seit Monaten bestehende Sperrung eines Autobahnabschnittes bei Wiesbaden nicht, so fand ich mich dann irgendwann zwangsweise in Wiesbaden wieder.
Das Navi berechnete die neue Strecke und wollte mich an jeder Ecke zurück zu dem gesperrten Autobahnabschnitt fahren lassen (da kannze abber einen drauf fahen lassen).
Plätzchen zum Parken gesucht und mein Handy vorgeholt – nun doch Googel Maps.
Von da an alles OK, aber es wird wahrscheinlich kurz nach eins.

Außer ein paar Kilometer, bei denen man nur so 20 bis 30 fahren konnte, entspannte Tour, draußen heiß, drinnen kühl, aber halt etwas zu spät angekommen.
Also Wagen im Hof von G und K abstellen und zur Gaststätte gehen – ist nicht weit.

An den Tischen im Hof saßen einige Hotelgäste, aber sonst nirgendwo eine Feier zu erkennen, auch kein Personal in Sicht.
Bin ich beim falschen Laden?
Anruf bei meinem Neffen – jooo, Janzen ist mal wieder … na, was weiß ich …
Die Feier beginnt erstt um drei Uhr (hatte wohl damals drei Uhr gesagt bekommen und drei-zehn Uhr aufgeschrieben *tztztz*.
Also bin ich zu G und K, konnte noch gemütlich meine Klamotten reinbringen und was quasseln.

Dann ab zum Gasthof, davor warten bis M und J mit meiner Schwester vorfahren.
Einige andere Gäste kommen inzwischen auch dazu und dann geht es rein.
Es entwickelt sich eine tolle Geburtstagsfeier, weil ihre Kinder auch die ganzen Freundinnen eingeladen hatten.
Man sah meiner Schwester an, wie wohl sie sich fühlt.
Es wurde viel erzählt, gelacht und sogar gesungen – toll!

Nach der Feier ist dann die Familie (und eine seeehr enge Freundin mit ihrem Partner) auf einen Absacker zu meiner Schwester gegangen (nee, gefahren 🙂
Das mit dem Absacker ist auch eine ewig alte (Familien-) Tradition.
Auch hier wurde wieder erzählt, gelacht und sogar gesungen – toll!

Es war die richtige Entscheidung!

schee war’s

Noch eine Entscheidung:
Der Wagen muss am Sonntag bis 10 Uhr in Koblenz abgegeben werden.
Entweder am Samstag mittags oder nachmittags nachhause fahren
oder am Sonntag morgens um sechs in Haßmerheim losfahren –
einfache Sache:

Am Samstag Vormittag, nach einem super Frühstück bei / mit G und K, habe ich mich von ihnen verabschiedet und bin dann noch zu meiner Schwester gefahren;
– eine gute Entscheidung – wir haben noch gut zwei Stunden reden können – mir kommen jetzt beim Schreiben noch Tränen des Glücks über die Wangen gekullert.
Ich hoffe, wir haben noch einige Gelegenheiten, so miteinander zu reden, aber …
Woas mann’s?
(zu dem Ausspruch hoffe ich demnächst auch einen „Film“ zeigen zu dürfen 😉

Die Rückfahrt habe ich über Speyer geplant (wollte mal wieder linksrheinisch!) und da keine Sperrungen bekannt waren, habe ich das integrierte Navi benutzt, es ist halt größer und ist graphisch auch ansprechend gestaltet, dazu sind die Ansagen zeitlich gut gelegt.
Eigentlich ist dieser Familienbande-Blog hier zu Ende, aber …

Zwischen Speyer und Mainz in Erinnerungen geschwelgt
Speyer, Bad Dürkheim, Mannheim, Ladenburg, Frankenthal, Lampertheim, Bürstadt, Worms, Osthofen, Nierstein, Mainz
35 gemeinsame, größtenteils verliebte Jahre für uns.
Dann noch über den Rhein nach Wiesbaden und über die Bäderstraße (B260) nach Hause.
Die Bäderstraße ist für uns ein letztes Stück des Weges gewesen. Selbst Mäusken fand diese Strecke so schön – die Anfahrt zu unserem letzten (irdischen) daheim –
und das ist es ja auch wirklich geworden, auch für uns.

… wieder daheim (nach drei Tagen ohne Klavier 😉
Endlich wieder daheim und vom Balkon aus unseren Wald bewundern.
(… und nur ein 2 km Spaziergang zur Weißeley)


Falls noch nicht gelesen, hier geht es zu den vorherigen Blogs der Familienbande:
Familienbande (3. Mai 2025)
Familienbande – reloaded (15. Mai 2026)
Familienbande – consolidated (3. Juni 2026)


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