Der Januar-Zyklus
Ein Kalenderblatt des Adventskalenders „Stille Post“ von
Matthias Lemme & Susanne Niemeyer zum 24. Dezember 2025 hat mich so sehr angesprochen, dass ich diesen Text weitergeben wollte.
Am Samstag dem 3. Januar 2026 habe ich Susanne Niemeyers Interpretation der Geburt Jesu zu eine meiner Klangwelten werden lassen. Da der Text aber sowas von zeitlos ist, habe ich ihn am 4. Januar im Gottesdienst unserer Emmausgemeinde in Schweighausen vorgetragen (ohne Musik).
Mache dich auf, werde licht, denn dein Licht kommt. (Jesaja 60, 1)Der Text von Susanne Niemeyer zum Mitlesen:
Die Nacht war schwarz. Die Welt war finster.
Nur über einem schiefen Stall leuchtete ein Stern.
Weil ein Kind zur Welt kam.
Und kein Leben soll im Dunkeln beginnen.
In den Straßen herrschte Krieg.
Menschen hungerten. Despoten badeten in Kaviar
und teilten den Erdball unter sich auf (und ein bis drei Planeten noch dazu).
Dagegen kam selbst das Licht eines Sterns nicht an.
Da eilten zur Hilfe der Zorn, die Sanftmütigkeit und die Rettung,
sie kamen auf einem Esel daher.
„Wir werden die Welt ändern“, rief der Zorn.
„Wir werden die Menschen lieben“, rief die Sanftmut.
„Wir werden einander vertrauen“, rief die Rettung.
„Leuchtet“, rief das Licht und es meinte: -> uns.
Da schrie das Kindlein in die Nacht und der Zorn rief: „Bravo!“
Annex (WeißerLay)
„Leuchtet“, rief das Licht – und es meinte: -> uns.
Ich wünsche uns ein frohes, weihnachtliches Jahr 2026.
Möge uns das Licht durch Veränderung, Liebe und Vertrauen,
den rechten Weg finden lassen.
In der Nacht vom 7. auf den 8. Januar war ich vom Tag her recht aufgewühlt.
Ich lies meinen Fingern freien Lauf und so entstand eine Klangwelt, die die Gefühle dieses Tages widerspiegelt. Wie so ein Tag ist, so ist auch die Musik, die daraus entstand: zum Teil chaotisch, zum Teil Entspannung und zum Teil – naja – wie das Leben halt so ist.
Die Musik gibt meine Gefühlswelt dieser zwei Stunden wieder, natürlich habe ich sie nicht in der Originallänge gelassen. Es wären halt ca. zwei Stunden nonstop.
So eingeteilt ist es wohl besser:
Klangwelten
zu den Tagesgedanken
vom 8. Januar 2026
Leben
~~~~~
01 Gefühlschaos und angeregtes Gespräch
02 verbissene Suche
03 Annäherung -> Probe -> gefunden?
04 -> gefunden!
Urlaubsreise
~~~~~~~~~~
05 von Auenfeen und Berggeistern
06 Gipfelstürmer
07 erzähl mir deine Geschichte
08 auf Wolke 7 (und 13)
Hier ist der Text eingesprochen,
obwohl er erst nach 15 von mir geschrieben
wurde (dort auch der handschriftliche Text).
Naja, im Nachhinein gefiel er mir hier besser.
09 aus allen Wolken gefallen
Ende der ersten Welt
~~~~~~~~~~~~~~~~
10 der Anfang vom Ende
11 spüret die Zeichen
12 das Ende der ersten Welt (Klangwelt)
13 probiere alles und bewahre das Gute
14 … und sortiere aus!
15 nimm’s leicht, auch wenn’s das Ende ist.
Am Nachmittag des 8. Januar habe ich dann meine Gedanken des Tages niedergeschrieben. Der Text ist oben in 06 und hier im Original:
Am späten Abend des 08.01.2026 ist dann nochmal eine Klangwelt entstanden.
So unterschiedlich, wie meine Gefühlswelt in diesen Tagen war, waren auch die Klänge. Ich habe zwei Teile ausgewählt, die das Spektrum widerspiegeln.
16 am Tag danach.
Reg dich ab Rockguitar.
17 Sphärenklänge
am Tag danach.
Aber auch nach dem Tag danach wollen meine Gedanken den Fingern Flügel verleihen.
18 Nach einem bewegenden Kursabschluß.
19 Ausklang
20 … nach einem Glas roten
Der erste Monat neigt sich dem Ende zu.
Ich habe inzwischen auch mehr über unsere Jahreslosug für 2026 nachgedacht.
Ein Wort der Hoffnung, in der häufig so düsteren Offenbarung:
21 Siehe, ich mache alles neu.
Offenbarung (14, 5)
Womit wir (jetzt) wieder beim Anfang wären,
sowohl im göttlichen Sinne,
als auch in meiner Erzählung (00.)
Denkste Alter, WeißerLay hat ne Idee:
Der Monat ist noch nicht zu Ende.
Die Idee kam erst vorgestern – warum auch immer -,
es ist einfach der „Januar-Zyklus“ des WeißerLay.
Mal sehen, ob es auch mal einen anderen Monats-Zyklus gibt.
Mäusken sacht: Aber nich bei dir – dranbleiben?
Musikalisches Tagebuch, das wär doch mal was.
Am Dienstag war ich zum Abendbrot-“Dienst“ im Hospiz.
Moritz1 war nicht mehr da, seine Außerirdischen werden ihn mitgenommen haben, davon hat er oft erzählt.
Die „Neuen“ mußte ich erst kennenlernen.
Zwei (bis drei) habe ich schon (etwas) ins Herz geschlossen.
Frau Hohner1 sitzt mal alleine, oft aber, wie gestern, mit einigen Freundinnen am Esszimmertisch und ist – „wie immer“ (?).
Ein Außenstehender würde nicht sagen, dass sie „kurz vor dem Tod“ steht, so, wie sie das Leben weiter genießt. Sie meint (in meine Worte gefaßt), durch die Medikamente habe ich kaum Schmerzen, ich habe meine Freundinnen, die Familie, auch mal Nachbarn um mich, kann so vieles tun und bekomme auch noch jede Hilfe, die ich benötige. Ich danke für jeden Tag und erfreue mich des Lebens, an jedem Tag, der mit geschenkt wird. Da merkt man, was es bedeutet: lebe den Tag!
Ich hatte für einen Gast, der sich ein Brot mit Käse und Schinken und Gürkchen und ein Bier bestellt hatte, alles auf einem Tablett bereitgestellt und wollte es ihm bringen. Es war ihm wohl zu langweilig in seinem Bett, in seinem Zimmer, da ist der doch lieber zu uns in den Küchenbereich (zum Esszimmertisch) gekommen.
Da hat er aber große Augen gemacht, dass da wirklich ein Bier dabei war, er wollte nur einen Scherz machen. Er meinte dann aber, vielleicht würde das Bier für ihn problematisch (Magen etc.). Gottfried (er hat mit mir zusammen „Dienst geschoben“) hat ihm alternativ ein Radler angeboten, dass er dann auch getrunken hat.
Ja, wer kann und mag, der ißt am Esszimmertisch – wegen des Kontaktes mit anderen Gästen und dem Pflege- und Ehrenamtsteam.
Ich habe Zeiten erlebt, da war der Esszimmertisch voll belegt.
Es war ein Unterhalten, Scherzen und Diskutieren, wenn man so etwas erleben darf, das gibt mir (und ich denke die anderen Ehrenamtler und auch das Pflege- und Leitungspersonal denkt ähnlich) ein supergutes Gefühl.
Hier spürt man, wie dieser Hospizgedanke wirkt: …
Aber jetzt zum Kern dieses (nun doch etwas lang geratenen) Textes.
Frau Y, die ich heute kennengelernt habe, war der Grund für eine neue Klangwelt.
Als Gottfried und ich ihre Wünsche für das Abendessen aufnehmen wollten, kam es zu einem besonderen Gespräch. Ich habe es hier zum ersten Mal erlebt, dass ein Gast so offen und engagiert seine politische (!) Meinung vertritt. Was ich schnell bemerkte, wir drei kamen aus der gleichen „Blase“, haben aber – auch alle – gerne über die Blasenbegrenzung hinausgeschaut. Es kamen drei sehr ähnliche Bewertungen der Lage heraus, aber aus drei unterschiedlichen Richtungen beleuchtet. Interessant war es.
Was mich danach etwas traurig und vor allem nachdenklich gemacht hat (deshalb auch der dunkele Grundton der Klangwelt), dass diese nun 96jährige Dame, für die (wie sie selbst sagte), die letzten Tage (Wochen …?) angebrochen sind, sich soviele Gedanken darüber macht, wie es der Jugend von heute und den nachfolgenden Generationen geht bzw. gehen wird, welche Erblasten (Klima, Schulden, geopolitische Unsicherheit) wir ihnen hinterlassen – und was der Grund für das ganze Übel ist (sein könnte?).
Für mich ein Traum, so sterben zu dürfen.
22 … mit 96 Angst vor der Zukunft
Zwei Tage noch.
Morgen Blutspende (0- immer gern genommen 😉
Am Abend Essen im Burgblick (immer gern genommen 😉
Wieder zwei Glücksschnippsel – Grund zu danken.
Je nach Wetterlage, am Freitag noch nach Frücht.
Ziel: Hof Hahlgarten.
Kühe streicheln und deren Butter kaufen,
Hühner beobachten und deren Eier kaufen,
schauen, was es an frischem Gemüse (vom Hof oder der Region) gibt.
Ich denke an die alte Dame im Hospiz und danke für die Möglichkeit,
mir einen Einkauf im Hof Hahlgarten leisten zu können
(obwohl, so viel teuerer ist es auch nicht *gruebel*).
Gibt es noch eine abschließende Klangwelt?
23 Danke!
So zwischendrin sind mal Improvisationen zu
„Danke für diesen guten Morgen“
334 im Ev. Gesangbuch (Hessen-Nassau)
Eines von (ich war sehr verwundert) doch vielen „flotten“ oder zumindest modern zu spielenden Liedern. Es geht halt beides, und das nicht nur bei Liedern, auch die Gottesdienste können modern oder konservativ gefeiert werden, aber eben beides, es gibt Menschen die das eine, andere, die das andere mögen.
Ich mag den modernen Gottesdienst lieber, aber dennoch bin ich ab und an auch bei eher konservativen Feiern dabei, beides hat seinen Reiz.
Achtung: gilt für das gesamte menschliche Zusammensein – Vielfalt bereichert das Leben – das Leben ist bunt!
Hier drei Links zu unterschiedlichen Ausprägungen:
Keine Einbettung, für mich auch aus Datenschutzgründen.
Wenn ihr nach dem Video wieder hierher kommen wollt,
einfach den Zurück-Button des Browsers nutzen.
als Schlager: Stimmen der Berge – Danke für diesen guten Morgen (offizielles Video)
als Pop-Song: Danke, für diesen guten Morgen – Kirchenlied trifft Pop
nett gemacht: Danke für diesen guten Morgen; PPS-Video
Der Januar ist geschafft, schon – erst – 8,333… % des Jahres.
(Mäusken würde sagen: „Typisch, der Statistiker.“ *rolleyes*)
Mal sehen, wie die nächsten Monate ausfallen.
Bistimmt nicht so umfangreich –
oder?


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